Debut im Schmuckmuseum

1. Februar 2012


Elena Belmann

Einmal im Jahr – nun bereits zum fünften Mal – haben Absolventen des Studiengangs SOdA (Schmuck und Objekte der Alltagskultur) an der Hochschule Pforzheim die Gelegenheit, in der modernen Sammlung des Schmuckmuseums auszustellen. In diesem Jahr sind Elena Belmann, Isabel Mania, Yasukata Okamura und Michaela Prange ausgewählt, ihre Abschlussarbeiten zu präsentieren. Sie haben ihr Studium im Wintersemester 2010/11 oder im Sommersemester 2011 bei den Professoren Christine Lüdeke und Andreas Gut abgeschlossen. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 2. Februar, 19 Uhr mit Prof. Andreas Gut und Museumsleiterin Cornelie Holzach statt.

Elena Belmann hat sich bei ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema Information beschäftigt. In ihren Objekten aus geschichteter Holzpappe sind nach einem selbst entworfenen System Daten von engen Freunden codiert. So entstehen individuelle Objekte, die je nach Inhalt eine andere innere und äußere Struktur aufweisen.

Bei Isabel Mania steht die Flechtkunst von indigenen Völkern im Mittelpunkt. Sie hat gesammelte Naturmaterialien eingeflochten oder umwickelt. Zum Teil sind ihre Arbeiten selbst geflochtene Gefäße, in denen man im Alltag schöne Dinge bei sich tragen kann.

Ausgangspunkt für Michaela Prange ist das Thema Chaos und dessen Reduktion durch Ordnung. Sie sieht das Dreieck als eine Form von Ordnung an, die das Chaos hinter sich lässt. Die daraus entwickelten Schmuckstücke haben skulpturalen Charakter, die auch am Körper getragen überzeugen.

Yasukata Okamura nimmt den Begriff »Phänotyp« als Grundlage für seine Arbeiten, insbesondere die Erweiterung dieses Begriffs durch den Evolutionsbiologen Richard Dawkins. In diesem Zusammenhang hat er Kimonostoff im Zusammenspiel mit galvanotechnischen Prozessen seine eigene Formensprache gegeben.

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