“La Biosthétique”-Modepreise vergeben.

La Biosthétique Modepreise vergeben – Auszeichnung in drei Kategorien.

Kleidung übermittelt Signale, sie ist ein Ausdruck der Persönlichkeit, Mode ist Kommunikation“, erklärte die renommierte Modeexpertin aus Brüssel, Francine Pairon. Zusammen mit den weiteren Jurymitgliedern des diesjährigen La Biosthétique Fashion Awards stand Pairon den zehn Nominierten des Pforzheimer Studiengangs Mode bei der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger Rede und Antwort. Die Kollektionen der Ausgezeichneten überzeugten die Modeexperten. „Cool, einzigartig und innovativ“, so die Urteile zu den drei Förderpreise in den Kategorien – Prix de Style, Prix d’Innovation und Prix de Concept Contemporain .

Die Experten aus der Modewelt beurteilen die Arbeiten der Nominierten sowohl an Hand ihrer theoretischen Ausarbeitungen als auch nach der Präsentation auf dem Laufsteg. Wie bereits in den vergangenen Jahren war die internationale Jury begeistert von der Leistungsdichte. „Die Entscheidung war nicht einfach“, fasste Daniela Weiser die engagierten Diskussionen zusammen. Die Präsidentin des Fashion Awards übergab am Samstag, 9. Februar 2013, zusammen mit Sibylle Klose, Professorin und Juryvorsitzende, die Preise während der Modenschau im Pforzheimer Club Wolf.


Förderer, erfolgreiche Lehrer und überzeugende Nachwuchsdesigner – Daniela Weiser, Schirmherrin des Fashion Awards, Verena Lehner (Prix de Concept Contemporain), Prof. Johann Stockhammer, Hanna Rückert (Prix d’Innovation), Emi Schaich (Prix de Style) und Prof. Sibylle Klose. (v.l.n.r.)

La Biosthétique Prix d’Innovation

Eine wirklich geniale Geschichte“, urteilte Michael Rosenberg. Das Jurymitglied und Creative Art Director; BBS Markenkommunikation, war verblüfft über die neuen Materialien, die Hanna Rückert für ihrer Kollektion geschaffen hat. Die 26jährige kreierte Stoffe aus gegossenem Silikon – Silknit – oder fertigte mit Lasercut und Pfeiffenputzern neue dreidimensionale Stoffe. „Ich bin bei mir angekommen“ erklärte die junge Designerin selbstbewusst. Durch ihre ungewöhnlichen Materialien erweiterte sie das Potenzial von Kleidung. Mit der Neugier eines Kindes „spazierte“ die Designerin in die Welt der Erwachsenen. Der etwas sperrige Titel der Bachelorthesis „She draws a landscape on my grown-up chest“ täuscht leicht über den innovativen Ansatz hinweg. Tragbar und doch revolutionär seien die Outfits, so die Jury. Mit kleinen Details überrascht Hanna Rückert, lenkt den Blick, arbeitet mit Farbreizen und eben mit „genialen“ neuen Materialien – für ihre Bachelorthesis erhielt die Pforzheimerin den La Biosthétique Prix d’Innovation.

La Biosthétique Prix de Style

Sie kann Emotionen schaffen“, erklärte Francine Pairon. Die Botschaft der Kollektion von Emi Schaich treffe auf den Punkt. In der Bachelorthesis „Border.Line“ geht die 27jährige der Frage nach „Was ist normal?“ Wo verläuft die Grenze zwischen völlig verrückt und nur etwas schräg? Emi Schaich stellte sich bereits in früheren Arbeiten dem Widerspruch zwischen dem modernen, überbeanspruchten, narzisstischen Menschen und seinem natürlichen sozialen Wesen. Während ihres einjährigen Aufenthaltes in London vertiefte sie diese Studien. Andersartigkeit, der schmale Steg zwischen normal und verrückt, faszinierte sie. In „Border.Line“ setzt die Designerin diese Grenze in eine Kollektion um, die sie selbst als dunkel, diffus und rauchig charakterisiert. Für ihren Wunsch zu irritieren, wurde sie mit dem La Biosthétique Prix de Style geehrt.

La Biosthétique Prix de Concept Contemporain

Einen neuen kulturellen Look will Verena Lehner mit ihrer Kollektion „Tembok Tembok/ Wall To Wall“ schaffen. Der „Arbeit liegt eine beeindruckende Recherche“ zu Grunde, so Elin Gronlund, Creative Recruitment H&M. Verena Lehner interpretiert in ihrer Bachelorarbeit die Kultur und Geschichte Indonesiens. Sie entwarf Outfits für Menschen die zwischen oder mit zwei Welten leben. In „Tembok Tembok“, ein indonesischer Ausdruck für Wand, stellt sie verschiedene Kulturen, Zeiten oder Maßstäbe gegenüber. Die 23jährige ging der Frage nach, was Menschen bewegt, wie sie sich motivieren und in ihren Kulturen leben. Die Designerin arbeitete mit Stoffen und Materialien, die aus Indonesien kommen. Bewusst verzichtete sie auf synthetische Fasern. Nach einem sechsmonatigen Praxissemester (WS 2011/12) auf Indonesien war Verena Lehner vom Inselstaat „gepackt“. Sie entschloss sich für ein weiteres Projekt in Indonesien (Sommer 2012). Ihre Eindrücke, ihre Erfahrungen und die damit verbundenen Reflektionen verarbeitete sie in ihrer Bachelorarbeit für die Lehner den La Biosthétique Prix de Concept Contemporain erhielt.




 

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