Neu bei uns: Professor Michael Herzog

31. Oktober 2014

Seit dem Wintersemester 2014/2015 lehrt Professor Michael Herzog im Studiengang Intermediales Design – in einem kurzen Porträt stellt er sich vor:

Mein Weg an die Hochschule Pforzheim erfolgte eher zufällig und nicht geplant. Nach vielen Jahren der selbständigen Tätigkeit und als Dozent führte er mich jetzt nach Pforzheim. Nach meinem Schulabschluss als Abiturient dominierte zuerst mein stark künstlerisches Ich. Mein Ziel, an der Mathildenhöhe in Darmstadt ein Studium in Industriedesign zu beginnen, wurde leider nie Realität und mein Augenmerk richtete sich ab diesem Moment auf mein technisches Interesse.

An der TU Darmstadt begann ich mit meinem Studium im Fachbereich Elektrotechnik. Computer nahmen im Laufe der Jahre einen immer wichtigeren Teil meines Interesses ein. Dies führte zu einem Wechsel an die Hochschule Frankfurt, wo ich meine erworbenen Kenntnisse in der Elektrotechnik mit den Themenbereichen der Informatik sinnvoll verbinden konnte. Der Fachbereich “Technische Informatik” traf genau meine Stärken, und ich erhielt viele interessante und tiefgreifende Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Hard- und Software. Auch wenn es sich in diesem Studiengebiet nicht um Kunst im klassischen Sinne handelte, habe ich in der Planung von technischen Projekten auch immer einen künstlerischen Akt erkennen können. Die Planung und Umsetzung ist in meinen Augen eine künstlerische Tätigkeiten, die nicht auf den rein technischen Aspekt herunter gebrochen werden kann.

Nach meinem erfolgreichen Abschluss des Studiums folgte eine kurze Phase als Angestellter, bevor ich direkt in die Selbsständigkeit ging. Meine starke Abstraktionsfähigkeit machte die Programmierung von Computersystemen zu meiner künstlerischen Spielwiese. Meine Fähigkeiten gingen so in meine erste Firma ein. Im Bereich der Druckvorstufe angesiedelt, richtete diese den Blick auf einen neuartigen Einsatz von Computern im Bereich DTP und Bildbearbeitung. Mit der Kommerzialisierung des Internet und der wachsenden Nachfrage von Entwicklern in diesem neuen Segment, wandelte sich mein Blick auf die Zukunft der Druckvorstufe grundlegend. Ich verließ die Firma und gründete eine Agentur für die Entwicklung von Software im Bereich Internet. Für mich wurde durch diesen Schritt die Möglichkeit Realität, visuelle und programmiertechnische Kompetenz miteinander zu vereinen.

Parallel dazu begann ich, Schulungen zu geben und Vorlesungen an unterschiedlichen Institutionen zu halten. Ich entdeckte in mir die Leidenschaft, Wissen an Andere weiter zu geben. Der Kontakt mit den Studierenden bereichert mich bis heute. Die Lehre ist für beiden Seiten befruchtend, der Fluss von Ideen und Inspirationen ist erfrischend und erweitert den eigenen Horizont.

Ich will den Studierenden so viele interessante Einblicke in neue Technologien geben wie möglich. Es gibt nichts Spannenderes, als das Neue zu entdecken und zu erleben. Ich freue mich, ein Teil dieser Fakultät zu sein und mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln meinen Beitrag zur Lehre zu leisten. Nicht zu vergessen ist das harmonische Miteinander zwischen den Kollegen und den Studierenden, welches viele Projekte erst möglich macht.

Foto: Harald Koch

 

 

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