Abschlusskollektionen MODE WS 2014/15 – Teil 1

18. Februar 2015

Abschlusskollektionen im Studiengang MODE / Wintersemester 2014/15
Degree collections in Fashion department / winter semester 2014/15

 

Aileen Herrmann  ”aGREED”
Betreuer: Prof. Sibylle Klose, Claudia Throm (Dipl.Des.)

Die Akzeptanz der Gier ist das Thema der Bachelorarbeit von Aileen Hermann, welche auch den Gegenstand des Titels bildet. Die Vorgehensweise der Recherche über die verschiedenen Teilbereiche Psychologie, Neuroökonomie, Ökonomie, Architektur, Sucht und der Rauschzustand waren notwendig, um die Komplexität des Themas Gier zu verstehen und zu strukturieren. Gier wird durch die ethische Moral der Gesellschaft definiert und eingegrenzt, jedoch ist die Bewertung von Gier jedes Einzelnen subjektiv. In der Konzeption dieser Kollektion wird die Gier als „Ausbruch“ veranschaulicht, sie visualisiert die sich steigernden emotionalen Zustände der Gier. Jedes Kleidungsstück hat seine Berechtigung und seinen individuellen Grad an Emotion.

The acceptance of greed is the topic of the bachelor collection by Aileen Hermann. The energy and power of greed is very individual. Greed is defined by the society and its ethical morals, which is why the evaluation is subjective. The collection shows the greed in different of eruptions. Every piece in the collection has its own degree of emotion.

Foto: Fidelis Fuchs

 

Kinga Nemeth “limit(less)”
Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Claudia Throm (Dipl.Des.)

Die Abschlussarbeit “limit(less)” ist die Interpretation des Wechselspiels zwischen Grenzen und Grenzenlosigkeit, zwischen Schutz und Freiheit.

Limit(less) is the interpretation of the interaction between limits and limitlessness, between shelter and freedom.

Foto: Kai Knörzer

 

Bettina Krestel   “AttractionRejection“
Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Matthias Kohlmann

Die Kollektion „AttractionRejection“ von Bettina Krestel bezieht sich auf die Thematik Anziehung Abstoßung fremder Kulturen in einer bikulturellen Paarbeziehung und spezialisiert sich auf dasindonesische Bali und dem deutschen Westen. Hauptsächlich wird auf die Stimmung der bikulturellen Paare eingegangen. Somit wird dieSpannung zwischen Anziehung und Abstoßung, die Adjektive wild und frei und die Sinnlichkeit in Formen übersetzt. Des Weiteren wird auf die Haptik des indonesischen Raumes und auf die traditionelle Kleidung balinesischer Frauen eingegangen. Aus der deutschen Kultur werden die Zukunftsorientierung, neue Technologien und die typische Lebensweise gezogen. Kontraste sind in der Kollektion besonders wichtig, sei es in der Farb-, Stoff-, Material- oder Formenwahl.

The collection „AttractionRejection“ of Bettina Krestel refers to the topic of attraction and rejectionof foreign cultures in a bicultural relationship and is specailized in indonesian Bali and the westernpart of Germany.The main focus is set on the mood of bicultural couples. Therefore, the tension between attraction and rejection is translated into the adjectives wild, free and sensuality is reflected into theshape of the garments. Additionally, there is a focus on the typical indonesian garments of women and also on landscapes which are transfered into the haptic on the materials. From the german culture, the orientation to the future, new technologies and the typical life-styleare adopted. The key issues of the collection are contrasts. This is shown in the the choices of colours, materials or shapes.

Foto: Julia Haack

 

Florine Exler   “OMEN”
Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Prof. Matthias Kohlmann

Passivität, Isolation, Angst, Leichtgläubigkeit und psychische Instabilität. Diese Charakterzüge gehören zu einem abergläubischen Menschen, welcher im Mittelpunkt der Kollektion „oMen“ steht. Die negativen eigenschaften sollen überwunden, sich eine eigene Welt aufgebaut werden, um mit der realen Welt besser umgehen zu können. Die Kollektion „oMen“ besteht überwiegend aus glatten Materialien, es sollen keine schlechten einflüsse haften bleiben. Die Formentwicklung ist durch Kristalle, dem Aberglauben als Zyklus und dem Wickeln und Knoten als Ritual geprägt. Durch die Kollektion „oMen“ und die dazugehörige Schmuckkollektion, entsteht ein Halt im Leben durch Strukturierung und Ritualisierung des Lebens, eine Hilfe im Alltag.

Passiveness, isolation, anxiety and mental instability. These are the features of a superstitious human being who is central in the collection “oMen”. negative characteristics are to be surmounted, an own world to be established, to be able to handle the real world better. This own world reminds of the isolation, silence and solitude of an underwater world. In this world, superstition serves as a refuge to deal with crucial life events, to overcome anxieties. An escape into a supernatural state takes place.

Foto: Tim Kipphan

 

Annette Schmitt   “FLOW”
Betreuer: Prof.Johann Stockhammer, Claudia Throm (Dipl.-Des.)

Die Bachelor-Kollektion FLOW ist inspiriert von drei wichtigen Elementen. Die Welt des Skaters basierend auf einem Skateprojekt in Indien, Indien dem Land, dem Hinduismus mit seinen Traditionen und Symbolen und dem Flow. FLOW verbindet alle drei Elemente miteinander und durchfließt sie andersartig jedoch keines mit einer weniger starken Intensität. Die Kollektion enthält zwei verschiedene Prints, handgefertigte Zeichnungen inspiriert durch den bengalischen Tiger, dem Nationaltier Indiens und dem Elefantengott Ganesha, dessen Fest nicht nur durch den Color-Flow getragen wird. In jedem Material liegt ein Farbpigment des nächsten und verstärkt so den Fluss des Flow durch die gesamte Kollektion..

The Bachelor collection FLOW is inspired by three main elements. First by the world of skating, based on a skate project in India, second by India -the country, Hinduism with its traditions and symbols and third: Flow.
Flow connects all three elements and flows through them in different ways, but each with the same intensity.
The collection contains two different prints, handmade drawings, inspired by the Bengal tiger, the national animal of India and by Ganesh, the elephant god, whose festival is full of Colour-Flow and enthusiasm.
Each material contains one colour pigment of the next and, in that way, intensifies the flow throughout the collection.

Foto: Annette Schmitt


Aylin Aksu   “tRAGEn”
Betreuer: Prof. Sibylle Klose, Prof. Matthias Kohlmann

Die Abschlussarbeit „tRAGEn“ von Aylin Aksu befasst sich mit der modernen Türkin und die Auseinandersetzung ihrer Gefühlswelt in Zusammenhang mit den politischen Unruhen in ihrem Land. Große Unzufriedenheit und Entscheidungen der Politik, die über die Köpfe der Bevölkerung hinweg getroffen wurden, lösten diese Proteste aus. Die Gefühlswelt der Bürger, genauer, die der türkischen Frau wird in der Kollektion wiedergespiegelt. Frust, Wut, Betroffenheit werden der introvertierten Person zugeschrieben. Die Verschmelzung des Orients mit dem Westen wird in der klassischen Form falsch, versetzt oder verdreht realisiert.

The bachelor thesis „tRAGEn“ by Aylin Aksu give attention to the modern turkish wo­man and the conflict with her emotions in conjunction with the political riots. The emotions of the public, exact, the emotionen of the turkish woman will be reflected in the collection. Frustration, rage and consternation are attributed to the introvert person. The fusion of the orient and the west will be realise in the classic form, which is wrong, shifted or twisted.

Foto: Lena Geib

 

Sandra Werlich  ”PETRICHOR”
Betreuer: Prof. Johann Stockhammer, Claudia Throm (Dipl.-Des.)

Die entstandene Kollektion mit dem Titel „Petrichor“ behandelt die Jugendgeneration Südafrikas, die sog. „Born-Free“-Generation. Sie beschreibt eine Generation von Südafrikanern, die nach dem Ende der Apartheid, 1994, geboren wurden. Diese Jugendlichen sind unter vollkommen neuen, und bislang einzigartigen Bedingungen aufgewachsen und stellen durch ihre von Globalisierung und Multikulturalismus geprägten Ansichten und ihr aktives Mitwirken am Leben in Südafrika die Chance für einen Neubeginn des Landes dar. Südafrika ist ein Land, das durch enorme ethnische Vielfalt geprägt ist. Jede der indigen Volksgruppen stellt einen essentiellen Teil der südafrikanischen Gesellschaft dar. Ziel war es daher, eine junge, sportliche und von verschiedenen südafrikanischen Volksgruppen geprägte Kollektion zu schaffen.

The developed collection called „Petrichor“ deals with the South African youth. This generation is called the „Born-Free“-generation for it describes all South Africans born after the end of Apartheid, in 1994. These young South Africans grew up under unique circumstances. With their idea of equality and democracy, South Africa could finally leave its dark history behind and become the country Mandela dreamed of. They are the chance South Africa waited for. This country is characterized by a huge ethnic diversity and each ethnic group plays a very important part in South African society.  Thus the collection combines a young and sportive character with traditional ethnic elements.

Foto: Julia Haack

 

Tanaphorn Kamrat  ”STiLL LiFES”
Betreuer: Prof. Sibylle Klose und Markus Müller (Dipl.Des.)

Bestimmte Gegenstände wurden schon immer mit Konnotationen versehen und dient als Identifikation- und Inszenierungsmittel für den Menschen. Die Blume galt als Sinnbild für die Weiblichkeit und Schönheit, vor allem aber trug sie das Los des Verblühens und war ein Symbol für Unbeständigkeit, Vergänglichkeit und der unaufhaltsamen Zeit. In dieser Kollektion werden sich verändernde Blumengebilde frontal auf einem schwarzen Hinter- bzw. Untergrund dargestellt und als Bild inszeniert. Dieses Bild gilt als Übermittler für die sich verändernde Frau und die Wahrnehmung ihrer Schönheit, denn ihr wahrer Potenzial liegt nicht in ihrer Jugend, sondern erst in der Veränderung durch die Zeit.

Certain Items have always been supplied with meanings and attended to be a medium for identification and orchestration of the human. Flowers have been symbols for femininity and beauty, but especially symbolized the lot of withering, instability, perishability and the irresistible time. In this fashion collection modifying flowers are staged at the front and pictured on a black back- or rather underground. This image functions as a transmitter for the changing women and the cognition of her beauty, while realizing that her true potential does not lie in the youth, but in the transformation trough time. STiLL LiFES headed a Women‘s Wear Collection which should transfer a deeper message in a roundabout way: The lost of youth and the accompa-nied changing shouldn‘t be negativly bonded, but completely accepted.

Foto: Christian Metzler

 

Margaret Wulf   „The better Me“
Betreuer: Prof. Sibylle Klose, Markus Müller (Dipl.Des.)

„The better Me“ beschreibt die Auseinandersetzung mit der Gentechnologie von heute und dem künstlichen Eingreifen in die menschliche Struktur. In der Abschlussarbeit befasse sich Margaret Wulf mit dem menschlichem Körper und dem Eingreifen der Gentechnologie in diesen. Dabei liegt mein Interesse nicht in dem typischen „verschönernden Eingreifen“, sondern im Eingreifen über Chemie in Physis und Psyche.

“The better Me” describes the confrontation between the genetic engineering of today and the artificial intervention in the human structure. In her work, Margaret is dealing with the human bodies and the intervention of genetic engineering in these. In this point her interests do not concern the typical “beautifying intervention”, but the intervention on chemistry in physique and psyche.

Foto: Deniz Alaca


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