Experimentelles auf nackter Haut

20. Juli 2015

Verlängert bis zum 13.9. – unsere Arbeiten sind bis Mitte September in Stuttgart zu sehen!

„Experimentelles auf nackter Haut“ – Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart

Vergangenheit und Vision: 29 Unterwäsche-Kreationen von Studierenden der Hochschule Pforzheim sind derzeit im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ausgestellt. Am 16. Juli (19 Uhr) verwandeln sich die Objekte von statischen Ausstellungstücken zu bewegten Kunstwerken: Dann tragen Models die Stücke in einer Live-Show im Museum.

„Experimentelles auf nackter Haut“ ist ein Projekt der Studiengänge Mode und Accessoire Design an der Hochschule Pforzheim in Kooperation mit dem Haus der Geschichte. „Die Präsentation der innovativen Entwürfe schlägt eine Brücke zu den historischen Objekten der Ausstellung ,Auf nackter Haut – Leib. Wäsche. Träume.‘, sagte Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, die Ausstellungsleiterin des Hauses der Geschichte.

Kursleiter Prof. Thomas Pekny von der Hochschule Pforzheim beschrieb die Aufgabenstellung: „Die Studierenden sollten konzeptionell und nicht dekorativ entwerfen, sich nicht von Herkömmlichem und Angepassten leiten lassen, sondern eine eigene Design- und Bildsprache entwickeln.“ Entstanden sind spannende, oft irritierende und teilweise provozierende Arbeiten: darunter eine „Metamorphosis“ aus Fächern, fetischartige Streifen-Unterwäsche und ein metallisch glänzender „Panzerbody“ aus Dreiecken und Streben.

Inspiriert sind die Arbeiten von Giacomo Puccinis Oper „Turandot“. Die Studierenden hatten die Aufgabe zu kreieren, was im alten China wohl darunter – auf nackter Haut – hätte getragen werden können. Zudem stehen die Arbeiten in Bezug zu bedeutenden Gestaltern oder Künstlern. Es finden sich Verweise u.a. auf Alberto Giacometti, Niki de Saint Phalle, Christo oder Wassili Kandinsky. Im ersten Semester arbeiten die Studierenden ausschließlich mit einem textilen Basismaterial wie Rohnessel, das sie durch Oberflächen-, Struktur- und Materialveränderungen zu einem individuellen Textildesign gestalteten.

Weitere Informationen: https://www.hdgbw.de/ausstellungen/auf-nackter-haut/



1 Kommentar

  1. danke – zwar sind Ihre Objekte einigermaßen skurril,
    aber ‘ne interessante Herangehensweise – von der textilen Struktur her

    Nesselfaser ist ja ein besonders hautverträgliches Material.
    Wir (…) arbeiten an einer feineren Variante – die vermutlich weniger aufträgt,
    sich aber mindestens genau-so angenehm trägt.
    Von der Textur und Seidigkeit her auch interessant für Designstudien

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