Student konzipiert neue Prothese

17. Januar 2016

„Wir verwenden unglaublich viel Energie, um unsere Fehler zu verstecken. Warum eigentlich?“, fragte sich unser Student Clemens Rieth. Der Industriedesigner entwickelte eine Unterschenkelprothese, deren Design Aufmerksamkeit erzeugt, kostengünstig herstellbar und dazu noch äußerst funktional ist.

Zusammen mit Jannis Breuninger, der am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart arbeitete, ging er sowohl im Design als auch in der Technik der Prothese neue Wege. Die Außenhaut der Prothese wird aufgebrochen und in „Fraktale“ zerlegt und die Produktion erfolgt über einen 3-D-Drucker. Die Dynamik eines von Jannis Breuninger entwickelten Kohlefaser-Fußes wird so mit einem kostengünstigen Sinterteil kombiniert. Der Vorteil dieser Prothese liegt in der Wandelbarkeit der Außenhaut, die Fraktale können getauscht und farblich gestaltet werden. Ebenso liegen die Herstellungskosten des Entwurfs  deutlich unter den Kosten für eine konventionelle Prothese und durch die Verwendung von federartigen Kohlefasern kann dynamisches Gehen ermöglicht werden.

Sein Ziel, mit der Prothese die Grenzenlosigkeit in der Gestaltung, Stärke, Stabilität und Selbstbewusstsein auszudrücken, hat Clemens Rieth eindeutig erreicht.

Die Abschlussarbeit wird auf unserer Werkschau am 5. und 6. Februar 2016 vorgestellt.

 

 

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